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Vor einer schweren Aufgabe stehen die Turner der TG Ingersheim-Sersheim in der diesjährigen Gerätturn-Saison. Die beginnt für die Mannschaft von Betreuer Fred Bulling am Sonntag (14.30 Uhr) in Sersheim. Das Ziel Klassenerhalt wird durch verschiedene Umstände in dieser Saison eine echte Herausforderung.

 

Nach zwei Jahren in der Bezirksliga Mitte tritt die Turngemeinschaft wieder in der Nord-Staffel an. In der Sersheimer Sport-und Kulturhalle empfängt die TG an diesem Sonntag um 14.30 Uhr die WKG Heckengäu II. Beide Mannschaften verfolgen dabei andere Ziele. Die Gäste wollen in dieser Saison die Favoriten ärgern und um einen der beiden Plätze zum Aufstiegswettkampf turnen. Für die Turner aus Ingersheim und Sersheim geht es wie in den vergangenen Jahren darum, möglichst nicht zum Relegationswettkampf zu fahren. Dort reichte im letzten Jahr der fünfte Platz, um wieder in der Bezirksliga zu starten. Durch einen am grünen Tisch verlorenen Wettkampf musste die TG-Riege erst zum Relegationswettkampf, ansonsten wäre es die mit Abstand erfolgreichste Saison der letzten Jahre gewesen.

 

In diesem Jahr hat Betreuer Bulling schon vor der Saison große Sorgenfalten auf der Stirn, verlief die Vorbereitung doch alles andere als ideal. Die Ingersheimer konnten den kompletten Sommer fast ausschließlich in der provisorisch eingerichteten Kelter in Kleiningersheim trainieren. So konnte das Leistungsniveau gerade so gehalten werden, die Übungen aber nicht mit Schwierigkeiten verbessert werden. Hinzu kommt, dass einige Turner durch Familie, Schule oder Beruf momentan einen Trainingsrückstand haben. Bulling hofft, dass dieser bis zu den wichtigen Wettkämpfen aufgeholt ist. „Außerdem wird uns Sechskämpfer Patrick Nägele bei allen Wettkämpfen aufgrund eines Auslandsemesters fehlen“, erklärt Bulling. Er sieht dennoch einige positive Entwicklungen: „Unser Kader ist mit 23 Turnern dennoch sehr groß, der Ligakonkurrent WKG Murr-Erdmannhausen hat zum Vergleich bisher nur sechs Turner gemeldet.“ Die Nachwuchsturner im Kader werden aber wohl noch zwei bis drei Jahre brauchen, um Bezirksliganiveau zu erreichen.

 

Die Hauptlast liegt somit in diesem Jahr auf den Routiniers Ronny Lade, Michael Grösch und Marco Vogel, der aber nur an drei anstatt sechs Geräten starten wird. Jonas Klein, David Majer (Jahrgang 1998) und Yannic Rösch (1999) werden zu deutlich mehr Einsätzen kommen und können so ihr Talent unter Beweis stellen. Christian Schlegel, Felix Lehmann (beide 2000) und Timo Kögele (2001) werden zu einigen Einsätzen kommen, für die beiden letztgenannten ist es die erste Ligasaison. Neu dabei ist auch der Syrer Al Haj Musatafa Mohamad, der seit neun Monaten in Sersheim trainiert. Durch Verletzungen und eine längere Trainingspause ist er aber noch nicht ganz fit. Die Gerätespezialisten Mirko Salzer, Marcel Mozer, Daniel Nowak, Jan Rubin und Yannis Grau komplettieren den Stamm der Mannschaft. Thomas Zeltwanger, Volker Textor und Tim Henning stehen auch bereit für mögliche Einsätze. Großes Potential besitzen laut Bulling die drei Talente Richard Bulling (2001), Jannis Noé und Pascal Würth (beide 2002) für sie kommt diese Saison aber vermutlich ein Jahr zu früh.


Bulling rechnet seiner Mannschaft vor allem gegen den MTV Stuttgart II Chancen aus. Backnang, Ludwigsburg, Waldenbuch und eben Heckengäu werden kaum zu bezwingen sein. Der Kader von Murr/Erdmannhausen ist zwar klein, dafür hochkarätig besetzt und daher in dieser Saison wohl nicht zu schlagen.


„Wir sehen dieses Jahr als Übergangsjahr und wollen möglichst vielen Turnern Einsätze geben“, lautet das Fazit von Bulling. Er erwartet von seiner Mannschaft dennoch einiges, schließlich soll die TG auch im nächsten Jahr wieder in der Bezirksliga turnen. pan