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Die Freizeitgruppe des TV Ingersheim verbrachte im oberbayerischen Landkreis Traunstein ein kurzweiliges Wochenende. Am Freitagmorgen startete die 11-köpfige Gruppe in Richtung Inzell. Nachdem auch das letzte Fahrzeug (Navi-Option “Romantische Bergwege“) den Wanderparkplatz Adelgaß erreicht hatte, wurden nach einer kleinen Stärkung die Wanderschuhe geschnürt.


Auf der folgenden Wanderung begleitete uns ein Feuersalamander als Wegmarkierung auf einem Bergwelt-Erlebnispfad. Verschiedene Mitmach- und Infostationen führten die Wichtigkeit der Wälder wieder näher ins Bewusstsein. Der Höhepunkt der Runde war aber doch der Frillensee, an dessen Steg eine kleine Vesperpause eingelegt wurde. Der Frillensee gilt als kältester See Mitteleuropas, er erreicht auch im Sommer nicht mehr als 10°C. Dadurch fällt es einem auch leicht das bestehende Badeverbot einzuhalten. Der Rückweg führte dann vorbei am Forsthaus Adlgaß wieder zum Parkplatz. In unserer Unterkunft, den “Chiemgau Appartements“, erwarteten uns saubere und geräumige Appartements. Anschließend machte sich ein Teil der Gruppe auf den Weg zum Einkauf für die Verpflegung am Wochenende. Die anderen besuchten in der Zwischenzeit eine Gartenanlage mit Schirmausstellung. Zum Abendessen wurde dann das Forsthaus Adlgaß, an dem man am Nachmittag noch vorbeigewandert war, besucht. Bei bayrischen Gerichten mit Zutaten aus der Region und dem eigenen Garten ließ es sich die Gruppe gut gehen.


Beim Frühstück am Samstag gab es noch skeptische Blicke auf die Prognose der Wetter-Apps und auch der Blick aus dem Fenster ließ eher auf einen feuchten Tag schließen. Doch schon bei der Abfahrt zeigte sich die Sonne und so startete man gutgelaunt zur anstehenden Tageswanderung. Start war ein Parkplatz am Thumsee. Auf Etappe eins “Natur und Technik" führte uns der Salinenweg an der ersten Pipeline der Welt, einer Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein, entlang. Immer wieder sah man neben den schönen Waldwegen noch Überreste der alten Leitung und Infotafeln zeigten, welche Bedeutung der Bau der Pipeline für die Region damals hatte. Die zweite Etappe “Natur pur“ führte uns auf schmalen Wegen, über Stege und Stufen durch die imponierende Weißbachschlucht. Das Rauschen des Wildwassers und der Wasserfälle war allgegenwärtig. Als man eine, in einem starken Wasserstrudel um ihr Leben kämpfende Kröte entdeckte, fackelten drei mutige Männer der Gruppe nicht lange und “Unkerich“ wurde gerettet. Nach dem Ausstieg aus der Weißbachschlucht wurde eine kurze Vesperpause eingelegt. Etappe drei “Natur und Aussicht“ konnte gestartet werden. Die beim Vesper vorgenommene Umverteilung des Gewichts von hinten im Rucksack nach vorne in den Bauch war eine wichtige Voraussetzung, um den langen steilen Aufstieg zur Höllenbachalm zu bewältigen. Nach einer kurzen Rast an der Höllenbachalm führte unser Weg zurück über den Bergrücken des Hochrießel Richtung Thumsee. Bei herrlichen Ausblicken hinüber nach Bad Reichenhall, auf die umliegenden Berge und bis hinunter zum See war der Rückweg zum Parkplatz ein Leichtes. Zurück in der Unterkunft wurde von freiwilligen Köchen der Gruppe ein internationales 3-Gänge Menü zubereitet. Der Rest konnte derweil im Wellnessbereich die Muskeln entspannen.

Am Sonntag sollte eigentlich der Falkenstein bestiegen werden. Der gewählte Weg durch den Bergwald war aber leider nicht sicher begehbar. So entschloss man sich zur Umkehr und einer Wanderung um den Falkenstein. Entlang an Waldrand und Wiesen erreicht man den Falkensee. Die Nebelbänke auf der Wasseroberfläche verliehen dem See etwas märchenhaftes und bei genauem Hinsehen konnte man am Uferrand auch elfenhafte Wesen entdecken – gewisse Ähnlichkeiten mit Gruppenmitgliedern waren dabei festzustellen. Nach Einkehr in einem naheliegenden Landgasthof und abschließendem Genuss bayrischer Köstlichkeiten, endete wieder einmal ein erlebnisreiches Wanderwochenende und die Freizeitgruppe trat die Heimreise zurück ins Ländle an.